ELECTRONIC MEDIA & VISUAL ARTS

25. Berliner EVA - Konferenz

DIGITAL TWINS

KULTURERBE - MATERIALTÄT - VIRTUALITÄT

07. - 09. November 2018

Die digitale Transformation der Museen, Bibliotheken und Archive weist dem Konzept des «digitalen Zwillings» eine Schlüsselrolle zu. Digital Twins repräsentieren Sammlungsobjekte im virtuellen Erfahrungsraum und decken darin vielfältige Nutzungsszenarien ab. Anwendungsdomänen sind Visualisierung, algorithmische Vernetzung und translokale Präsenz. Als digitale Werkzeuge unterstützen sie Dokumentation und Restaurierung, als Informationsträger modulieren sie neue Zugänge zum kulturellen Erbe. Materialeigenschaften und Maße originaler Sammlungsobjekte lassen sich 2- und 3-dimensionalen Digitalmodellen ebenso präzise zuweisen wie die Patina historischer Kontexte und Funktionen. Als E-Installation oder Streamingdienst sichert der Digital Twin performativen Künsten Dauer im virtuellen Raum oder ermöglicht das originale Klangerleben in der digitalen Konzerthalle.

Neu ist die Reichweite des Konzepts. Der digitale Zwilling verändert die Kuratierungspraxis im Museum 4.0. Das Überblenden der physischen und virtuellen Realität setzt den Standard der gesellschaftlichen Verständigungsprozesse über Kultur und Geschichte. 3- und 4-dimensionale Simulationstechnologien begründen innovative Präsentationskonzepte und Gamification-Strategien. Im Cyber-Rennen um die Aufmerksamkeit im virtuellen Raum positioniert sich das Kulturerbe durch KI und intelligente VR Anwendungen. Die Fähigkeit, im digitalen Zwilling große Datenmengen zu verarbeiten und verfügbar zu halten, berührt Erhaltungs-, Vermittlungs- und Wertschöpfungsketten im Kulturareal – alle Prozesse und Sammlungsobjekte können digital abgebildet, simuliert und interaktiv gesteuert werden.

Die Rückkopplung zwischen dem Digital Twin und seiner materiellen Vorlage erweist sich als die entscheidende ethische, technische, rechtliche und dokumentarische Anforderung. Wie lassen sich reale und virtuelle Sphären kombinieren, ohne die einzigartige Erfahrung der Materialität in Frage zu stellen oder den digitalen Zwilling der schnelllebigen Beliebigkeit im Ökosystem des Internet of Things preiszugeben? Wie lässt sich die authentische Qualität der digitalen Reproduktion sicherstellen? Welche komplementären Funktionen erfüllt der digitale Zwilling schließlich als Referenzinstanz in Wissenschaft und Unterhaltung, in Kreativ-Wirtschaft und Gaming-Industrie?

Über den Link gelangen Sie zur PDF-Version des Call for Papers.

  • Digitaler Zwilling. Visualisierung, Simulation und hybride Technologien in Museen, Bibliotheken und Archiven
  • Digitale Aura. Kulturerbe in 2D, 3D, Sound, Video & Gaming
  • 3D Technologien, Augmented, Mixed und Virtual Reality
  • Digitale Narration und multiperspektivische Vermittlung
  • Sharen, Posten, Liken. Kollaborative Kulturen im Web
  • Open Access und „Yellow Milkmaids”
  • E-Installations, performative Künste & digitale Konzerthallen
  • Sammlungsdokumentation im Verbund. Semantic Web, KI, Metadaten und Austauschformate
  • Digital Dark Age. Langzeitverfügbarkeit und Datenqualität
  • Authentizität, Referentialität und Blockchain Technologien im Kulturerbe
  • Digitale DNA. Institutionelle Handlungsfelder, Services und innovative Geschäftsmodelle im virtualisierten Museum
  • Initiativen, Verbundprojekte und Kooperationen für die Kultur: Europeana, DDB, Fach-und Verbundportale
Vorschlag von Beiträgen
  • Vorträge

Bitte reichen Sie ihren Vorschlag zu Vorträgen und Projektvorstellungen als Kurzbeschreibung (1-2 Seiten) ein. Der Abstract sollte den Autorennamen, den Titel des Vortrags und dessen Umfang enthalten sowie Bezug nehmen zu den im Call for Papers gelisteten Schwerpunkten und Themen. Die Vortragszeit beträgt 20 Minuten.

  • Workshops

Zu speziellen Themen können dem Programmkomitee Workshops angeboten werden. Die Zeitdauer (ca. 2-4 Std.) wird individuell abgestimmt.

  • Ausstellung/ Poster Session

Präsentationen  für die begleitende Ausstellung/ Poster Session am Donnerstag, 8. November 2018 können von Unternehmen und kommerziellen Projekten gegen eine Ausstellergebühr von 100 € angemeldet werden.

Vorschläge können online unter folgendem Kontakt eingereicht werden:

eva-berlin@smb.spk-berlin.de

Einreichung von Manuskripten

Die Referenten und Aussteller, deren Beiträge angenommen sind, werden gebeten, ein Manuskript bzw. eine Präsentationsseite für den Konferenzband  (Druck und Online) zu erstellen. Die Formatierung des Dokuments sollte unter Verwendung folgender Vorlage erfolgen:

Download Template Beitrag Langversion (Deutsch)

Ihren Beitrag können Sie als Word oder Open-Office-Dokument einreichen (kein PDF, max. Dokumentgröße 20 MB). Der Umfang beträgt ca. 8 jedoch nicht mehr als 10 Seiten.

01. 09. 2018     Vorschlag von Beiträgen 

15. 09. 2018     Mitteilung über die Annahme von Beiträgen

07. 10. 2018     Eingang der Manuskripte für Konferenzband